Donnerstag, 8. November 2012

Woher Rübezahl seine Kraft hernimmt: vom Rüblibrot

Ungeklärt, wie Herkunft und Wesen von Rübezahl ist, so weiß auch niemand, woher der Berggeist seine Kräfte hernahm. Meine These ist, dass nur das Rüblibrot in Frage kommt  - ein Ansatz, mit dem gleichzeitig die Namensbedeutung geklärt wäre. Wobei ich aber meinen möchte, dass im Gegensatz zu dem zwielichtigen Rübezahl der Verzehr eines Rüblibrotes moralisch einwandfrei ist. Ja, es gab schon wilde Zeiten in meinem Leben (rauchend, die Nacht zum Tage gemacht), da kam ich mir bei dem Kauf eines Rüblibrotes besonders gesundheitsbewußt vor.

Nun, wo die wilde Zeiten dieser Art Historie sind, backe ich mein Brot selbst - geblieben ist, dass ich immernoch finde, dass eine Karotte ein jedes Brot adeln kann (treue Leser wird das nicht wundern ;).

Im kleinen, nie niedergeschriebenen Hobbybäcker 1x1 steht, dass ein Vorteig mehr an Aroma bringt und ein Brühstück hilft, mehr Feuchtigkeit im Brot zu binden. So halten auch Buttermilch und Zutaten wie Möhren (Kürbis, Apfel, ect....) ein Brot über den nächsten und übernächsten Tag schön frisch. Wir fassen mit einem Blick auf das Rezept zusammen: Best-of-Frischhalte-Qualität!
Zutaten:

Sauerteig (ca. 16 Stunden bei 26°):
110g Roggen 1150
110g Wasser
8g ASG (m: aufgefrischt)

Vorteig: (1 Stunde bei Raumtemperatur anspringen lassen, dann über Nacht ins Kühle gestellt)
100g Dinkel 1050
90g Wasser
1g Hefe

Brühstück: (mind. 2 Stunden vor dem Kneten ansetzen)
75g Saaten
20g Flocken
35g Roggen-Vollkorn
13g Salz
200ml Buttermilch, kochend

Hauptteig:
Sauerteig
Vorteig
Brühstück
35g Roggen-Vollkorn
140g Dinkel-Vollkorn
100g Weizen 550
160g Karotte, grob geraspelt

etwa 30-50ml Buttermilch
Zubereitung:

Aus den Zutaten ca. 10 min. einen Teig kneten. Dann den Teig eine halbe Stunde zur Teigruhe stellen, nochmal kurz kneten, wirken (oder auch einfach in die Kastenform löffeln und mit nassem Löffel glatt streichen) und in eine gebutterte Kastenform geben. Abdecken und zur Gare stellen, bis der Teig die Kastenform-Kante erreicht hat (dauert etwa 1 1/2 Stunden).

Ofen rechtzeitig vorheizen (Kastenbrote backe ich immer auf dem mit vorgeheizten Backblech und nicht auf dem Stein) und mit Schwaden bei 250 Grad anbacken, danach abfallend bis 180 Grad - ca. 1 Stunde - dann weitere 5 Minuten ohne Kastenform und nochmals einige Minuten bei Umluftfür eine knusprige Kruste. (Klopfprobe)
Inspiration: dieser Thread im ST-Forum

Kommentare:

  1. Um es kurz zu machen: sieht mega-lecker aus!

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  2. Wieder mal ganz köstlich!!
    Erinnert mich an mein heutiges Paderborner Landbrot mit Ausnahme der Karotten und Körner. Kommt auf alle Fälle auf die To-Do-Liste, werde ich wahrscheinlich am Samstag direkt backen :D

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  3. Sieht so lecker aus... da bekomm ich direkt Appetit!

    LG
    Christiane
    http://bikelovin.blogspot.de/

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  4. @Eva: Ein schönes Brot für immer wieder....

    @Sandra: Ja, das Paderborner backe ich auch gerne, wenn ich nebenher backen muß. Dann backe ich gerne im Kasten. Das Karottenbrot habe ich sogar jetzt 2 Mal hintereinander gebacken.

    @Christiane: Auch was für Sportsfrauen ;)

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  5. bisher gab es nur eine, die eine eigene Nachkochliste bei mir hat - ab jetzt gibt es die Nachkochliste: Micha's Brote (p.s. schau mal die nächsten Tage in Deinen Briefkasten)

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  6. Das Brot würde ich am liebsten vom Bildschirm klauben, so lecker sieht es aus. Und wie wunderbar hätte es zum Hasentag gepasst! Das nächste Mal musst Du mitmachen und ihn à la francaise verköstigen, in Ordnung?

    Liebe Grüße und einen schönen Abend!
    Mond

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  7. Sabine ist nicht die einzige, die das Brot in ihre Nachbackliste packt. Ich bin mit dabei! Sieht so unglaublich saftig und lecker aus...

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  8. @Sabine: Das Brot ist wirklich prima. Ja und wie? Ich soll unsere fröhliche Factrice im Auge behalten - aber mit Neugier ;)

    @Mond: Da hast du eigentlich recht - zu Hasen fällt mir leichterdings was ein.... herzliche Grüße zurück

    @Dirk: Oh! Du bäckst auch Brot?! Siehste, das habe ich noch gar nicht mitbekommen.

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